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Viren
(das Virus) sind kleine Partikel aus Protein und Nukleinsäure
mit einer typischen Größe von ca. 100 nm. Man kann sie
deshalb im Lichtmikroskop nicht sehen. Sie wurden 1898 von Löffler
und Frosch entdeckt.
Sie bestehen also nicht aus Zellen und sind deshalb
auch keine Lebewesen. Jedoch besitzen sie einige Eigenschaften lebender
Zellen: Sie benutzen Wirtszellen, um sich zu vermehren.
Dabei können eukaryontische und prokaryontische
Zellen befallen werden. Viren, die Bakterienzellen infizieren nennt
man Phagen.
Elektronenmikroskopische Aufnahmen wie in Abb.
28 die eines Tabakmosaikvirus (befällt die Zellen
der Tabakpflanze),
Ebolavirus
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des Ebolavirus,
Abb. 27 der in kürzester Zeit für den Mensch tödlich
wirkt oder eines T-Phagen Abb. 27,
der Escherichia Coli Bakterien befällt haben gezeigt, dass
Viren in einer großen Formenvielfalt auftreten.
Eine große Zahl an Krankheiten wie Schnupfen,
Grippe, Masern, Mumps, Pocken oder Aids werden von Viren
hervorgerufen.

Viren bestehen aus einer Proteinhülle (Capsid),
die mehrschichtig sein kann und Nukleinsäure wie DNA oder RNA,
also Erbmaterial im Innern. Bei Kontakt mit einer Zelle (Abb.
31 1) injiziert das Virus sein Erbmaterial in die
Zelle (Abb. 31 2 )und übernimmt
die Kontrolle über alle wesentlichen zellulären
Stoffwechselvorgänge ((Abb. 31
3-6)).
Nun werden im Innern neue Viren hergestellt und
zusammengebaut. Nach ca. 30 Minuten entläßt die
Zelle bis zu 300 neue Viren wobei sie oft stirbt. Dieser Vorgang
heißt Lyse, beim HIV-Virus
"knospt" die Zelle "= Budding".

Viren können, da sie nicht aus Zellen bestehen
auch nicht getötet, sondern nur an ihrer Vermehrung gehindert
werden.
Durch das HIV-Virus ( Abb.
32) hat die Virologie höchste Aufmerksamkeit in der
Öffentlichkeit erlangt.
Weitere Informationen über Viren findet man
im Kurs Klasse 13.
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