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Mitochondrien sind die
Kraftwerke der Zellen. Sie sind spezielle Zellorganelle
mit Doppelmembranen. Gewöhnlich sind sie bohnenförmig,
können jedoch auch rund sein. Die äußere Membran
begrenzt das Organell. Die innere Membran bildet Falten und Fächer
die nach innen ausgestülpt sind. Diese werden "cristae
mitochondriales" kurz Christae genannt.
Das elektronenmikroskopische Bild in Abb.
M1 zeigt die Organisation der beiden Membranen. Innerhalb
der inneren Membran ist die Mitochondrienmatrix
(Flüssigkeit). Diese erscheint wenig dicht und man findet mitochondrieneigene
ringförmige DNA, Ribosomen oder kleine Vesikel in der
Matrix. Die Mitochondrien können Teile ihrer Proteine mit diesen
molekularen Maschinen selbst herstellen.

Die Abb. M2 zeigt
die Form der Mitochondrienmembran und die eingeschlossenen Kompartimente.
Auf der Abb. M3 sieht man die Membran
der Cristae mit "lollipop-ähnlichen" Gebilden
auf der inneren Ober-fläche. Diese sind Elementarpartikel,
die mit ihren energiereichen Bindungen ATP herstellen. Man
kann sie im normalen elektronenmikroskopischen Bild nicht sehen
(siehe obige Abbildung).
Mitochondrien können je nach Zelltyp verschieden
sein. Eine der wichtigsten Variationen findet man in den Steroidhormon
produzierenden Zellen, wie die elektronenmikroskopische Abbildung
M4 zeigt.
Mitochondrien sind aktiv an der Produktion der Steroidhormone beteiligt.
Man unterscheidet sie durch ihre tubuläre Cristae
(Ausstülpungen der inneren Membran in "Schnuller-Form"),
die verzweigt sein können.
Mitochondrien als Kraftwerke der Zelle
Die vom Organismus aufgenommene Nahrung wird verdaut,
ins Blut aufgenommen, in die Zellen verteilt und dort oxidiert,
um Speicherenergie zu produzieren.
Die Oxidation des Traubenzuckers (Glucose), der in den meisten kohlenhydrathaltigen
Speisen enthalten ist heißt Zellatmung,
die Oxidation der Fettsäuren aus den Fetten nennt man b-Oxidation.
Diese Energie wird in energiereichen Bindungen
in einem Molekül namens Adenosintriphosphat, oder ATP
gespeichert. ATP wird aus Adenosindiphosphat (ADP) gebildet, indem
eine Phosphatgruppe mit einer energiereichen Bindung geknüpft
wird.
In der Zelle können verschiedene Reaktionen
entweder die Energie nutzen (wobei ATP in ADP zurückverwandelt
und die energiereiche Bindung gespalten wird) oder freisetzen (wobei
ATP aus ADP gebildet wird).
Entstehung und Abbau von Mitochondrien
Mitochondrien entstehen durch bakterienähnliche
Zweiteilung aus sich selbst.
Die Teilung zeigt das ELMI-Bild Abb.
M6 und die Abb.
M5.

Wenn die Mitochondrien verbraucht sind, werden
sie in Zusammenarbeit von ER, Golgi-Apparat und Lysosomen abgebaut.
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