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Das menschliche Auge reicht in der Regel nicht
aus, um die Strukturen innerhalb von Zellen erkennen zu können.
Mikroskope erlauben uns, die verborgene Welt kleiner Objekte
zu sehen. Diese sind wegen einer fundamentalen optischen Grenze
für unser Auge unsichtbar: dem Auflösungsvermögen.
Das Auflösungsvermögen misst die minimale Trennung zweier
Objekte, die man gerade noch getrennt erkennen kann.
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2 Objekte
aufgelöst
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2 Objekte
nicht aufgelöst
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Die selben 2 Objekte aufgelöst
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Nachfolgend ist das Auflösungsvermögen
verschiedener optischer Instrumente aufgeführt :
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Optisches Instrument
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Auflösungsvermögen (AV)
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(AV
in Angström)
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| menschliches
Auge |
0.2 Millimeter (mm)
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2,000,000 A
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| Lichtmikroskop |
0.25 Mikrometer (µm)
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2500 A
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| Raster-Elektronen-Mikroskop
(REM) |
5-10 Nanometer (nm)
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50-100 A
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| Transmissions-Elektronen-Mikroskop
(TEM) |
0.5 Nanometer (nm)
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5 A
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1 A (0,1 nm) ist der Durchmesser
eines kleinen Atoms, das bedeutet, dass man mit einem TEM Moleküle
erkennen kann.
Auflösungsvermögen ist nicht alles;
jedes Mikroskop hat Vor- und Nachteile. Nun sollen die wichtigsten
Mikroskope kurz vorgestellt werden.
a) Lichtmikroskop
Lichtmikroskope haben ein AV von ca. 250 nm, (ca.
0,5 x der durchschnittlichen Wellenlänge des sichtbaren Lichts)
d.h. im Bereich der größten Viren und der kleinsten Zellen.
Sie erweitern das Auflösungsvermögen um ca. 1000-fach.
Lichtmikroskope kommen in verschiedenen Ausführungen vor:
Hellfeld, Dunkelfeld,
Phasen-Kontrast, Fluoreszenz.
Die Gesamtvergrößerung
eines Mikroskops errechnet sich aus der Vergrößerung
des Objektivs mal der Vergrößerung des Okulars. So erhält
man bei einem 10-fach vergrößernden Okular und
einem 45-fach vergrößernden Objektiv eine Gesamtvergrößerung
von 450fach.
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klicken
Sie die Zahlen an
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Aufbau
eines Lichtmikroskops
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Mikroskopische Technik
1.
Man bringt das zu untersuchende Objekt auf den Objektträger
auf und gibt in der Mitte einen Tropfen Wasser darauf.
2. Nun
nimmt man vorsichtig ein Deckgläschen zwischen Daumen und Zeigefinger
und legt es mit einer Kante an den Rand des Wassertropfens. Anschließend
läßt man es fallen.
Luftblasen sollten nicht unter dem Deckgläschen
zu sehen sein. Überschüssiges Wasser wird mit Fließpapier
oder einem Papiertaschentuch entfernt.
Mit dem Lichtmikroskop lassen sich in einer Zelle
nur die ganz großen Strukturen erkennen wie Zellkern, Chloroplasten,
Vakuole oder Mitochondrien
Nachfolgend sehen Sie eine besonders detailreiche
Aufnahme der Grünalge Euglena:
b) Das Elektronenmikroskop
Das Elektronenmikroskop (ELMI)
besitzt ein 100 bis 1000 mal größeres Auflösungsvermögen
als ein Lichtmikroskop. Dies liegt an der Verwendung von Elektronenstrahlen
anstelle von Lichtstrahlen. Vergrößerungen bis zu 1 000
000 sind möglich. Um einen Elektronenstrahl zu erzeugen, sind
sehr hohe Spannungen von 100000 V und ein Vakuum notwendig. Auch
werden die Elektronen von den leichten Atomen wie C, H, O und N
in den Zellpräparaten nicht so leicht abgelenkt, sodaß
zur Ablenkungs- und Kontrastverbesserung die Objekte mit Schwermetallen
bedampft werden.
Daraus ergibt sich der Nachteil, dass lebende
Objekte nicht betrachtet werden können. Außerdem
müssen die Proben extrem dünn sein.
Oben ist ein REM (Rasterelektronenmikroskop
englisch SEM) zu sehen und in Abb.
19 oben die Aufnahme eines damit gemachten
Wanzenkopfes.
Die häufigsten ELMIs (Elektronenmikrokope)
sind TEMs (Transmissions- elektronenmikroskop)
bei denen der e-- Strahl durch eine extrem dünne
Scheibe des Objekts geht. Vorteil sind hohe Auflösung und die
Tasache in das Innere von Objekten zu sehen, z. B. in Zellen. Ohne
ELMI wüssten wir heute nichts über die Feinstruktur der
Zellen.
Das ELMI (TEM) wurde 1934 von dem Deutschen Ernst
Ruska entwickelt, der bemerkenswerterweise erst 1986 den Nobelpreis
dafür erhielt.
Gleichzeitig bekamen die beiden deutschen Forscher Rohrer
und Binning für die Erfindung des Rastertunnelmikroskops
(RTM , englisch STM) ebenfalls den Nobelpreis, das noch höhere
Auflösungen erzielt. (1/25 eines Atoms)
Betrachtet man alle Zellen, die bisher abgebildet
waren, so erkennt man immer eine Hülle um die Zelle, die innen
verschiedene Strukturen enthält.
Die Hülle heißt
Zellmembran und der komplette Inhalt Protoplasma.
Bei Pflanzen- und Bakterienzellen liegt außen auf der Zellmembran
noch eine Zellwand auf. Die verschiedenen
Strukturen, wie in der Zeichnung der Euglena aufgeführt, nennt
man Zellorganellen. Sie
schwimmen in einer Flüssigkeit namens Cytoplasma.
Die Feinstruktur der Zellorganellen und der anderen
Zellstrukturen ließ sich erst mit dem ELMI aufklären.
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