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Licht ist für Pflanzen und Tiere von lebenswichtiger Bedeutung.
Deshalb wollen wir uns mit dem abiotischen Faktor Licht
beschäftigen.
Die Sonne strahlt verschiedene Wellenlängen des elektromagnetischen
Spektrums ab. Unter Spektrum versteht man die Gesamtheit
eines Wellenbereichs. Welche Wellen zu den elektromagnetischen gehören
kann man aus der Abbildung unten entnehmen.

Alle Wellen und auch sichtbares Licht haben Eigenschaften wie
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- Ausbreitungsgeschwindigkeit c = 300 000 Km/sec
- Wellenlänge = 390 nm - 770 nm
- Frequenz
- Energiegehalt = 300 KJ/Einstein - 160 KJ/Einstein
(1 Einstein = 1 Mol Lichtquanten =Photonen)
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10 0 m
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1 m
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Meter
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10-3 m
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1 mm
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Millimeter
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10-6 m
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1 mm
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Mikrometer
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10-9 m
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1 nm
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Nanometer
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10-12 m
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1 pm
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Picometer
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10-15 m
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1 fm
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Femtometer
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Sichtbares Licht und Infrarotstrahlung machen ca. 95% des von
der Sonne abgestrahlten Spektrums aus.
Die Energie, die die Sonne abstrahlt ist nicht identisch mit der,
die an der Erdoberfläche ankommt.

Die Erdatmosphäre filtert
die Strahlung, bzw. bestimmte Wellenlängen
wie die UV-B Strahlung werden
absorbiert und UV-C
reflektiert.
UV-A und
sichtbares Licht werden ungehindert durchgelassen, Infrarot
wird teilweise absorbiert.
Licht, lokale Betrachtung
a) Photosynthese
Pflanzen sind Lebewesen, die Licht als Energiequelle benutzen,
um aus anorganischen Stoffen wie CO2 und Wasser, organische
Stoffe wie Glucose, Amiosäuren, Fette usw. herzustellen. Eine
solche Lebensweise nennt man
autotroph. Der Vorgang heißt Photosynthese.
Sie besitzen in den Chloroplasten Farbstoffe,
die Licht absorbieren und mit Hilfe anderer Stoffe in chemische
Energie umwandeln können.
Dabei ist die Lichtmenge entscheidend für die Geschwindigkeit
der Photosynthese. Man kann die bei der Photosynthese freiwerdende
O2-Menge als Maß für die Photosynthesestärke
nehmen.

Die Beleuchtungsstärke
wird in Lux gemessen. An einem
Sommersonnentag am Mittag ohne Wolken kann man 15000 Lux
messen. Die Abbildung links zeigt die Photsyntheserate für
eine Lichtpflanze
und eine Schattenpflanze.
Schattenpflanzen
leben bei niedriger Beleuchtungsstärke ( siehe Abb.
31). Solche Pflanzen findet man zum Beispiel im Wald. Man
kann einen regelrechten Stockwerksaufbau
erkennen.
Lichtpflanzen sind solche, die bei einer
durchschnittlich höheren Beleuchtungsstärke leben z. B.
Oleander. (Nerium oleander)
Die Bäume stellen mit ihren Blättern in der Krone die
Lichtpflanzen dar, die Sträucher am Waldgrund die Schattenpflanzen.
Dies wirkt sich sogar auf den Blattaufbau aus (siehe Blattquerschnitte
oben). Um mit weniger Licht auszukommen sind die Blätter bei
Schattenpflanzen dünner und großflächiger. Dies
findet man ebenfalls bei Blättern innerhalb der Krone einer
Baumart.
b) Wachstumssteuerung bei Pflanzen
Die Lichtverhältnisse führen bei Pflanzen zu unterschiedlichen
Formen des Wachstums. Dunkelwachstum bezeichnet man Etiolement.
Dies kann man z. B. an den unten abgebildeten Kartoffelpflanzen
(Solanum tuberosum L.) erkennen. Beide sind genetisch gleich, die
linke Pflanze ist im Dunkeln gewachsen, die rechte im Licht.
Andere Pflanzen
zeigen ähnliche Erscheinungen. Farnsporen keimen nur, wenn
sie in gequollenem Zustand belichtet werden.
Licht steuert also Wachstum!
Ein weiteres Phänomen ist der Photoperiodismus.
Darunter versteht man die Tatsache, daß die Länge der
täglichen Belichtungszeit darüber entscheidet, wann die
Pflanze blüht oder nicht. Man hat festgestellt, daß es
Kurztagpflanzen und Langtagpflanzen gibt. Hier kann man deutlich
die Anpassung an den abiotischen Faktor Licht erkennen. Zuletzt
sei noch auf die Transpiration
hingewiesen, die indirekt mit Licht zusammenhängt.
Unter Transpiration ist der Aufwärtstransport
von Wasser in einer Pflanze gemeint. Lichteinstrahlung bedeutet
auch Wärme (Infrarotlicht),
je größer die Wärme, desto schneller wird Wasser
vom Boden durch die Pflanze gesaugt. Da in der Regel die Lichteinstrahlung
am Mittag am größten ist, wirkt sich dies auch auf den
Wassergehalt und damit den gesamten Stoffwechsel aus.
c) Pigmentierung beim Menschen
Obwohl der Mensch zu den Spezies gehört, die nahezu alle Biome
bevölkern, er auf Grund seiner Intelligenz die Abhängigkeit
von biotischen Faktoren überwindet und es im Lauf der Evolution
große Wanderungen der menschlichen Populationen gegeben hat,
kann man einen Zusammenhang zwischen Pigmentierung der Haut
und globalem geographischem Lebensraum feststellen.
In Skandinavien findet man typischerweise hellhäutige,
blonde, in Afrika in Athiopien sehr dunkelhäutige Menschen.
Dies ist ein Ergebnis der Evolution, bei der durch Wechselspiel
von Mutation (sprunghafte
Erbänderung) und Selektion
(natürliche Auswahl des tauglichsten Genotyps durch den Faktor
Licht) sich nach Jahrmillionen der dunkle Hauttyp in Afrika herausgebildet
hat.
Pigmentierungstypen und Eigenschutzzeit
Pigmentierung
styp |
1 |
2 |
3 |
4 |
| Beschreibung |
Haut:
hell, blaß, viele Sommersprossen
Haare rötlich
Augen grün, blau |
Haut:
hell, wenig Sommersprossen
Haare blond bis braun
Augen blau, grün, grau |
Haut:
hell bis hellbraun, keine Sommersprossen
Haare dunkelblond, braun
Augen grau, braun |
Haut:
braun, oliv, keine Sommersprossen
Haare dunkelbraun, schwarz
Augen dunkel |
| Bezeichnung: |
Keltischer Typ |
Hellhäutiger
Europäer |
Dunkelhäutiger
Europäer |
Mediterraner
Typ |
| Reaktion
auf Sonne: |
schwerer Sonnenbrand,
keine Bräunung |
schwerer Sonnenbrand,
kaum Bräunung, Haut schält sich |
seltener, mäßiger
Sonnenbrand, gute Bräunung |
kaum Sonnenbrand,
bräunt schnell und tief |
| Eigenschutzzeit: |
5-10 Minuten |
10-20 Minuten |
20-30 Minuten |
40 Minuten |
Oben sind die Eigenschutzzeit und die 4 mitteleuropäischen
Hauttypen aufgeführt:
- Blasse Haut,
rötliches Haar, viele Sommersprossen
- Helle Haut,
blondes Haar
- Normale Haut,
hellbraunes Haar
- Braune Haut,
dunkles Haar
Dies sind typische, häufige Merkmalskombinationen;
Abweichungen sind möglich.
d) Lichabhängige Produktion
von Hormonen bei Säugetieren und Mensch
UV-Licht stimuliert in der Haut die Bildung
von D-Hormon und daraus
Vitamin D3, was den Blut-Kalzium-Spiegel anhebt. Unzureichende
UV-Bestrahlung führt zu Vitamin D-Mangel.
(Also, öfters mal an die Sonne gehen!)
Es gibt noch viele weitere Beispiel für die Abhängigkeit
der Lebewesen von abiotischen Faktoren Temperatur und Licht. Auch
sind beide Faktoren nur ein kleine Auswahl für die vielen andern.
Wir wollen uns im nächsten Kapitel einige biotische Faktoren
ansehen.
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