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Km
ist die Substratkonzentration[Mol/l], die notwendig ist, um die
Hälfte der maximalen Reaktions-geschwindigkeit zu erreichen.
Die katalytischen Fähigkeiten eines Enzyms können also
durch Km charakterisiert
werden.
Jedes Substrat einer gegebenen enzymatischen Reaktion
hat eine eigene Km und Vmax.
Die Gleichung, die die Kurve rechts oben beschreibt
ist die Michaelis-Menten-Gleichung
nach Michaelis und Menton, die sich schon 1913
damit auseinandergesetzt haben. Km nennt man man
die Michaelis-Menten-Konstante.
Sie ist ein Maß dafür, wieviel Substrat notwendig ist,
um volle Reaktionsgeschwindigkeit zu erreichen.
Das gilt für [Substrat] >> KM.
In nachfolgender Adresse kann man die Parameter
der Gleichung variieren, um die Abhängkeit der Reaktion davon
zu begreifen: Space
space space spacespace http://cti.itc.virginia.edu/~cmg/Demo/kinetics/mm/mm/mm.html
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Experimentelle
Bestimmung von Vmax und Km.
In 5 Reagenzgläser wird die
gleiche Enzymkonzentration gegeben ( z. B. Amylase). In
Reagenzglas Nr. 1 wird 1mmol/l Substrat (z. B. Stärke)
gegeben und die Anfangsgeschwindigkeit der Reaktion |
gemessen ( z. B. in der Abnahme der KJ-Färbung
von Stärke). In das 2. Reagenzglas werden 2 mmol/l Substrat
gegeben und wiederum die Reaktionsgeschwindigkeit gemessen.
Man verfährt so weiter und trägt die gemessenen Anfangsgeschwindigkeiten
in ein Diagramm ein. Daraus kann man graphisch Vmax und Km bestimmen. |
Das Ergebnis für unterschiedliche Enzymkonzentrationen
([E] = 4, 8, 12 mg/l) ist in der Abb. 34 abzulesen:

pH - Abhängigkeit
Der pH-Wert
gibt die Menge von H3O+-Ionen in einer Lösung
an. Wir bezeichnen danach eine Lösung als Säure, neutral
oder Base.
Typischerweise herrscht in Zellen ein neutraler
pH-Wert, also um ca. 7. Blut besitzt den pH-Wert 7,4. Im Magen dagegen
ist es wesentlich saurer und im Darm basischer.
Allgemein sind Enzyme anfällig gegen
pH-Änderungen. Starke Säuren und Basen würden
ihre zur Funktion notwendige Konformation zerstören.
Dies geschieht durch Anlagerung an die polaren Reste der Aminosäuren,
so daß die intramolekularen Wechselwirkungen zerstört
werden (H-Brücken, ionische Wechselwirkungen). Weiterhin findet
dann auch teilweise eine Säurehydrolyse der Polypeptidkette
statt. Man nennt die Zerstörung der Konformation Denaturierung.
Die Veränderung der Struktur kann anhand Abb.
35 beobachtet werden. Die Abbildung zeigt die Enzymoberfläche
der Cutinase des Pilzes Fusarium solani bei verschiedenen pH-Werten.
Blau bedeutet positives (+) Potential,
weiß neutrales Potential und rot
(-) negatives Potential. Der Pfeil zeigt die aktive Stelle mit Serin.

Jedes Enzym hat sein spezielles pH-Optimum,
bei dem es die höchste Aktivität hat.
Das pH-Optimum der Amylase im Mund liegt
bei pH 7. Eine Ausnahme ist das Pepsin im Magen mit
ca. pH 2 und Arginase mit pH 10. Ungefähr
zwischen pH 7 und 9 liegt das pH-Optimum der Pankreas-Lipase
im Dünndarm von Säugetieren.

Liegt keine Zerstörung der Polypeptidkette vor und war die
pH-Änderung nicht so extrem, so kann das Enzym seine ursprüngliche
Konformation wieder annehmen. Man nennt dies Renaturierung.
Auch Detergentien
(= Seifen) oder Lösungsmittel
verändern die Konformation und zerstören die Enzymaktivität.
In der Abbildung 36 ist die Denaturierung des Enzyme GAPD (=Glycerin-Aldehydphosphat-Dehydrogenase)
aus Hefe durch verschiedene Alkohole zu sehen.

Temperaturabhängigkeit
Die meisten Enzyme besitzen ebenfalls ein Temperaturoptimum
je nach Organismus. Das nachfolgende Diagramm zeigt den Aktivitätsverlauf
in Abhängigkeit von der Temperatur typischer Enzyme.
Allgemein gesagt verdoppelt sich sich bei ca. 10°
C die Reaktionsgeschwindigkeit (RGT-Regel), d.h. bei niedrigen
Temperaturen erhöht sich die Aktivität der Enzyme.
Bei zu hohen Temperaturen jedoch werden wie bei pH-Änderungen
durch zu große thermische Bewegung die intramolekularen Bindungen,
die die Proteinstruktur stabilisieren, zerstört. (Denaturierung)
Bei thermophilen
Organismen wie Archäbakterien, die nahe dem Siedepunkt
leben, hat man Optima bis 90°C gefunden.
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