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Jedes Enzym ist offensichtlich
einzigartig in seiner Spezifität. Dieses Merkmal läßt
sich aus der Tatsache ableiten, daß Enzyme Proteine sind,
denn jedes Enzym hat eine typische Primärstruktur (Aminosäuresequenz)
und deshalb auch eine einzigartige Konformation.
Wie ist denn nun der genaue molekulare
Wirkungsmechanismus der enzymatischen Katalyse?
Aussage: er wird durch die Primärstruktur
und Konformation ermöglicht!
Betrachten wir einmal ganz genau die
äußere Form der bisher gezeigten Enzyme.
Hier eine Auswahl von 4 Enzymen. Man sieht
je nach räumlicher Position typische Vertiefungen (rot
mit Pfeil gekennzeichnet).
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| Carboxypeptidase
A |
Ribonuklease |
Chymotrypsin |
Erinnern wir uns nochmal, wie eine enzymatische
Katalyse abläuft:
Das Enzym beschleunigt die Gleichgewichtseinstellung
der Reaktion und erniedrigt die zur Reaktion des Substrats
notwendige Aktivierungsenergie.
Dazu muß es Kontakt
mit dem Substrat aufnehmen. Man hat es geschafft Enzyme genau in
dem Moment des Kontaktes mit ihrem Substrat zu kristallisieren und
zu röntgen. In den Abb. 23 -
25 sind die Computermodelle verschiedenener
Enzyme abgebildet , die diesen Moment zeigen.
Substrat und eventuelle
Kofaktoren liegen umrahmt von bestimmten Aminosäureresten im
Inneren der Vertiefung des Enzyms.
Das ist typisch für alle Enzyme.
Offensichtlich geschieht hier der eigentliche katalytische Vorgang.
Man nennt die Zusammenlagerung von Enzym und Substrat im Augenblick
der Katalyse:
Enzym-Substrat-Komplex.
Die Position im Enzym, an der sich das Substrat
anlagert nennt man
aktive
Stelle oder
aktives Zentrum
oder katalytisches
Zentrum.
Wenn der katalytische Vorgang vorbei ist, lösen
sich die Produkte vom Enzym. Man kann den Gesamtvorgang also
wie folgt darstellen:
In die Vertiefung passen tatsächlich nur Stoffe
mit einer bestimmten Größe und räumlicher Struktur.
So erklärt sich die Substratspezifität.
Was passiert nun in diesen Vertiefungen
mit dem Substrat? Betrachten wir uns dazu die aktive Stelle der
Carboxypeptidase
genauer. Dort finden wir ein Zinkion,
das durch 3 Aminosäurereste gehalten wird: His 196, His 69
und Glu 72. Glu 72 bedeutet Glutaminsäure in Position 72 vom
Aminoende her.
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