Weitere Glossare: Molekulargenetik, Klassische Genetik, Evolution

Glossar Klimawandel

 

2. Hauptsatz der Thermodynamik Wärme fließt immer vom wärmeren zum kälteren Körper
18O Sauerstoffisotop, das als Maß für die Temperatur verwendet wird. Das Verhältnis der stabilen Isotope 18O und 16O in den Meeren und der Atmosphäre ist eine Funktion der Temperatur. Wassermoleküle mit dem leichteren 16O verdampfen schneller als die mit dem schwereren 18O. In Schnee und Eis wird ein kleineres Verhältnis als in Meerwasser gefunden. Deshalb reflektieren die Verhältnisse in den Eisbohrkernen die Temperatur der Atmosphäre im Lauf der Zeit.
Absorption Aufnahme von elektromagnetischer Strahlung durch Atome und Moleküle. Dabei werden Elektronen in einen angeregten Zustand gehoben.
Aerosol fein verteilte Tröpfchen einer Flüssigkeit in der Luft
angeregter Zustand energiereicher Zustand eines Teilchens durch Energieaufnahme
Aquifere wasserführenden Schichten im Boden
Svante Arrhenius spekulierte, ob die mittlere Erdtemperatur, die er auf +15°C schätzte von wärmeabsorbierenden Gasen wie CO2 abhängig sei.
Arctic- Ocean-Modell

Ist der arktische Ozean gefroren wie heute, verhindert er die Verdunstung des Wassers in die Atmosphäre und dessen Rückkehr als Schnee. Wenn dann weniger Schnee vorhanden ist um die arktische Eiskappe wiederaufzufüllen schrumpft diese. Dies ist wahrscheinlich der Grund für die derzeitige Situation.

Schmilzt die Eiskappe, wenn sich die Erde erwärmt, öffnet sich wieder der arktische Ozean. Dadurch kann mehr Strahlung absorbiert werden und die Temperatur steigt weiter (=Albedo/Temperatur feedback loop) . Irgendwann ist dann wieder genügend Wasser für die Verdunstung da und das Wasser kommt als Schnee wieder zurück, die Eiskappe vergrößert sich wieder.

Azidose/Alkalose Übersäuerung bzw. Überschreitung des normalen Blut-pH-Wertes von 7,4
Blutpuffer Stoffe, die im Blut H+-Ionen abfangen wie z.B. HCO3-.
Bodenatmung Zellatmung der Bodenlebewesen
Ludwig Boltzmann James Clerk Maxwell (1831-1879) und Ludwig Boltzmann (1844-1906) entwickelten eine Theorie, die beschreibt, wie sich Teilchen in einem idealen Gas bewegen: die Kinetische Gastheorie.
CO2-Begasung Erhöhung der CO2-Konzentration in einem Gärtner-Treibhaus
Dodekaeder geometrische Figur mit 12 Flächen; 12- Flächner
dynamisches Gleichgewicht = umkehrbare Reaktion mit Hin und Rückreaktion
Eisbohrkerne zylindrische Säulen als Ergebnis von Eisbohrungen
elektromagnetische Strahlung elektromagnetische Strahlung ist eine Form des Energietransfers über elektromagnetische Wellen.
El Niño Wird die zyklische Erwärmung des Ostpazifischen Meeres gestört, führt das zu bedeutenden Wetteränderungen in den USA und weltweit. Man nennt dies El Niño. Dies tritt dann auf, wenn warmes Wasser vom Äquator Richtung Südamerika einströmt und das kalte Wasser des Humboldt Stroms ersetzt und zu einer Unterbrechung des Verdunstungsprozesses führt.
Emission Abstrahlung von Energie durch ein Atom oder Molekül
Fourier, Jean Baptiste spekulierte als erster über die Existenz eines wärmenden atmosphärischen Effekts vor, die die Erde wärmer hielt als sie sonst wäre. Man schreibt im die Erfindung des Begriffs Treibhauseffekt zu.
geothermische Wärme Wärme aus der Erde; heiße Quellen usw.
Geschwindigkeitsverteilung alle Geschwindigkeiten der Teilche eines Mediums aufgelistet nach Größe
Gesteinszyklus jahrmillionenlanger zyklischer Vorgang der Umbildung von Gesteinen; Durch die Kollision der Platten werden Gebirge gebildet. Durch Verwitterung gelangen bestandteile wie Sandkörner, Lehm und Kalkstein in die Flüsse und Meere. Dort sinken Sie an den Boden, bilden Sediment, das von den marinen wirbellosen Organismen aufgenommen wird und in deren Kalkschalen gespeichert wird, die beim Tod wieder Sediment bilden.
Gleichgewichtskonstante

Dynamische Gleichgewichtsreaktion besitzen Hin und Rückreaktion. Für diese kann nach dem Massenwirkungsgesetz eine Gleichgewichtskonstante formuliert werden. Die Gleichgewichtskonstante fürdas Lösungsgleichgewicht von CO in Wasser ist : K = p(CO2)/c(CO2).

Global Warming Als Global Warming wird die aktuelle Erwärmung der Erde (Erdatmosphäre) bezeichnet. Erwärmung der Erde durch gesteigerte Sonnenaktivität oder größere Nähe zur Sonne;
Harnstoffzyklus Harnstoff wird in der Leber der meisten Landwirbeltiere im sogenannten Harnstoffzyklus gebildet.
Henrysche Konstante Gleichgewichtskonstante der Wasserlöslichkeit von CO2
Kalkgleichgewicht

CO2 + H2O ----> H2CO3 ----> H+ + HCO3- ----> 2 H+ + CO32-

H2CO3 + CaCO3 ----> Ca(HCO3)2 = Kalziumbicarbonat

bzw. H+ + HCO3- + CaCO3 ----> Ca2+ + 2 HCO3-

Kalziumcarbonat = Kalk
Keeling, David David Keeling baute eine CO2-Meßstation auf einem Lavafeld eines aktiven Vulkans in Hawaii a (siehe Mauna Loa Meßstation) und sammelte zunächst bis 1970 Meßdaten, die dann veröffentlicht wurden und als Keeling-Kurve in die Klimageschichte eingingen.
Kirchhoff, Gustav begründete die Spektralanalyse, formulierte die Kirchhoffschen Strahlungsgesetze und definierte den schwarzen Körper als optimal absorbierendes und emittierendes Gebilde.
Kirchhoffsches Gesetz Das Kirchhoffsche Gesetz stellt den Zusammenhang zwischen einem schwarzen Strahler und einem realen Strahler her.
kinetische Energie = Bewegungsenergie
kinetische Gastheorie (Ideale) Gase bestehen aus sich bewegenden Gasteilchen, dern Eigenschaften man berechnen kann
kleine Eiszeit ca. 1600- 1700, ca. 1-2° kälter als heute
Kohlensäure

CO2 löst sich wegen des pH von ca. 8 viel besser in Meerwasser als im Süßwasser. Dabei geschieht u.a. die Reaktion zu Kohlensäure: CO2 + H2O ----> H2CO3 (Kohlensäure) ca. 1%

Kohlenstoffzyklus zyklische Umwandlung von Kohlenstoff in seine verschiedneen Erscheinungsformen (CO2, CaCO3, usw.) in der Lithosphäre
Kontinentalverschiebung die Platten der Erdkruste bewegen sich langsam auf der plastischen Asthenosphäre
Lake Nyos Die Ausgasungen ( 2,3 Mt/Jahr) am Kratersee Lake Nyos, Kamerun, Afrika töteten 1986 mehr als 1700 Menschen. Ein künstliches Ausgasungsprojekt der UNESCO schaffte Abhilfe.
LeChatelier Stellte für dynamische Gleichgewichte Prinzipien auf, nach den eine Störung des Gleichgewichts verläuft
Linienspektren Spektren von fehlenden Wellenlängen in einem Absorptionspektrum
Lithosphäre Erdkruste, oberste Erdschicht, 75-250 km dick, besteht aus Platten
Lithosphären/Plattenzyklus Durch Subduktion wird Erdkruste in di Asthenosphäre geschoben deren Mterial durch Vulkaneruptionen samt GAse wieder an die Oberfläch gelangt. Durch das "Sea-floor-spreading" an den ozeanischen Rissen wird durch den Austritt von Asthenosphären-Material die durch Subduktion verlorengegangene Kruste wieder ersetzt. Dieser Zyklus der Platten samt Sediment wird Lithosphären/Plattenzyklus genannt.
Lösungsgleichgewicht dynamische Lösung und Ausgasung von Gasen in Flüssigkeiten
relative Luftfeuchtigkeit Die relative Luftfeuchtigkeit ist das Verhältnis der tatsächlichen Dampfdichte zur Sättigungsdichte.
Mammoth Mountain Am Horseshoe Lake, Mammoth Mountain USA wurden so hohe CO2-Ausgasungen gemessen, daß die Bäume rund um den See eingingen.
Massenwirkungsgesetz Gesetz zur Bestimmung der Gleichgewichtskonstanten bei dynamischen Reaktionen
Maxwell, James Clerk James Clerk Maxwell (1831-1879) und Ludwig Boltzmann (1844-1906) entwickelten eine Theorie, die beschreibt, wie sich Teilchen in einem idealen Gas bewegen: die Kinetische Gastheorie.
Mesosphäre Mesosphäre: Vermischungszone, mittlere Schicht der Erdatmosphäre
Milankovitsch-Zyklen Dies sind zyklische Änderungen der Wärme auf der Erde verursacht durch zyklische Änderungen des Abstandes der Erde zur Sonne. Der serbische Astrophysiker Milutin Milankovitch lieferte 1941 Formeln zur Berechnung dieser zyklischen Vorgänge, die 35 Jahre später bewiesen wurden.
mittelalterliche Warmzeit ca. 900 - 1350, damals war es etwa 2-4° wärmer als heute
nichtvulkanische Bodenausgasung Die Emissionen der Vulkane, die meist mit 0,6 GT C/Jahr angegeben wird entsprechen kaum der Realität, da bis heute erst 24 von ca. 550 aktiven Vulkanen vermessen sind und die Bodenausgasungen um die Vulkane kaum berücksichtigt sind. Hinzu kommen die nichtvulkanischen Ausgasungen, die noch höher sind. Allein die gemessenen Bodenausgasungen in Süditalien von Neapel bis Sizilien betragen in Form von CO2 ca. 0,4 x 108 Tonnen/Jahr.
Max Planck Max Planck (1858 - 1947) revolutionierte die Physik mit der Quantentheorie (Nobelpreis 1918) und stellte neben vielen anderen Erkenntnissen das Strahlungsgesetz für schwarze Körper auf.
Plattentektonik = Kontinentalverschiebung
Plinianische Eruption Plinianische Eruptionen sind grosse, explosive Ereignisse, die gewaltige, dunkle Aschewolken bis in die Stratosphäre (also mindestens 11km hoch) ausschleudern.)
Polarlichter Polarlichter entstehen durch die Wechselwirkung zwischen dem Erdmagnetfeld und geladenen Teilchen von der Sonne, dem Sonnenwind
Proxy-Daten Um Klimadaten der Vergangenheit zu erhalten, greift man auf sogenannte Proxydaten zurück. Diese erhält man durch die Analyse natürlicher klimaabhängiger Vorgänge wie:
Jahresringe von Bäumen, Eisbohrkerne, fossile Pollen, marine Sedimente, Korallen und historische Daten.
Quantensprung

Geschieht genau die Aufnahme eines Quants, werden die Elektronen eines Atoms auf eine energiereichere Bahn angehoben (n=1,2,3..) (=Quantensprung).

RUBISCO Enzym, das CO2 an Ribulose-1,5-Diphosphat bindet
schwarzer Strahler Man bezeichnet eine Gaswolke oder einen Stern im Weltraum bzw. ein Wärmestrahlung abgebendes Objekt als schwarzen Strahler, wenn sein Emissionsgrad nahezu 1.0 ist
Sonnenflecken Die Oberflächentemperatur der Sonne variiert cyklisch durch das Auftreten magnetischer Stürme. Während des Ablaufs solcher Stürme ist die Temperatur dort um ca. 2000°C geringer, es treten Sonnenflecken auf, der Bereich ist dunkler.
Sonnenwind Aufgrund der hohen Temperatur der Sonnenkorona können die in ihr enthaltenen Teilchen eine so hohe Geschwindigkeit erreichen, dass sie dem Gravitationsfeld der Sonne entfliehen. Das Gas, das auf diese Weise aus der Sonne austritt, wird als Sonnenwind bezeichnet.
Sättigungsdampfdruck In einem geschlossenen Gefäß geschieht die Verdampfung so lange, bis ein Gleichgewicht zwischen der Anzahl Moleküle, die die Flüssigkeit verlassen und der die wieder eintreten herrscht. Diesen Zustand bezeichnet man als gesättigt und der Dampfdruck in (mmHg) wird Sättigungsdampfdruck genannt.
Stefan/Boltzmannschen Gesetz

Stefan/Boltzmannschen Gesetz (schwarzer Körper): E=sT4.

Strahlungstemperatur Temperatur nach dem Stefan/Boltzmannschen Strahlungsgesetz bei der eine Abstrahlung möglich ist
Strahlungsspektrum Das Strahlungsspektrum ist die Verteilung der Strahlungsenergie über verschiedene Wellenlängen.
Stratosphäre 2. unterste Schicht der Atmosphäre; Bereich der Ozonbildung durch Absorption der UV-Strahlung ( 11-50 km Höhe)
Subduktion untereinander sich schiebende Kontinentalplatten (= Subduktion)
Thermosphäre oberste Schicht der Erdatmosphäre. O2-Moleküle absorbieren die kurzwellige Sonnenstrahlung was zur Temperaturerhöhung führt
Troposphäre unterste Schicht der Atmosphäre (0 -11 km)
John Tyndall baute das erste Differenzspektrometer und bewies die Behauptung Fouriers, daß Gase in der Atmosphäre die Wärme absorbieren können.
Verweildauer In den angeregten Zuständen verweilen die Elektronen kurze Zeit (typischerweise 10-6 bis 10-9) Sekunden.
Vibrationsenergie Anregungsenergie eines Moleküls bei der Teile des Moleküls schwingen
Vukaneruption Ausbruch eines Vulkans
Wärme Teilchenbewegung
Wärmeleitung Weitergabe der Energie der Teilchen durch Zusammenstoß
Wärmestrahlung IR-Strahlung die sich bei Absorption in Wärme umwandelt
Wärmeströmung (Konvektion) Bewegung von Teilchenmengen unterschiedlicher Dichte
Wiensches Verschiebungsgesetz Man stellt fest, daß sich das Strahlungsmaximum bei höheren Temperaturen zu niedrigeren Wellenlängen verschiebt.
Zellatmung Stoffwechselvorgang

Zurück zu den Lektionen: Treibhauseffekt

Glossar Molekulargenetik
Glossar klass. Genetik