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| 3.2 Paläontologie; Fakten, die für Evolution sprechen |
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3.2.4 Ablauf der Evolution |
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Flora und Fauna
Evolutionäre Änderungen waren während
des Pleistozäns wegen des kleinen Zeitintervalls gering. Am größten
waren sie bei den Säugetieren. Große Wanderungsbewegungen fanden
statt. Pferde und Kamele verschwanden z. B. vom amerikanischen Kontinent.
Homo sapiens ist einer von 185 bekannten lebenden Spezies der Ordnung der Primaten zu der auch Orang-Utans, Gorillas und Schimpansen gehören. Dazu mehr im nächsten Kapitel. Säbelzahnkatzen Säbelzahnkatzen sind kaum mit dem Tiger verwandt. Sie bilden eine Katzenlinie, die unabhängig von den modernen Katzen mindestens 20 Millionen Jahre gelebt haben. Durch ihre riesigen oberen Eckzähne konnten sie ihrer Beute tiefe, tödliche Wunden beibringen. Dadurch konnten selbst große Tiere wie Rhinozerosse und Elefanten getötet werden, wozu heutige Tiger und Löwen unfähig sind. In Europa gab es während des Pleistozäns zwei Hauptspezies: Megantereon und Homotherium. Die letzere Art lebte länger bis vor ca. 40 000 Jahren. Die am besten bekannte Säbelzahnkatze ist das nordamerikanische Smilodon, das man durch unzählige Funde aus den Teergruben von Rancho La Brea in Los Angeles, California, USA genau kennt. Sie hatte die Größe eines afrikanischen Löwen (Panthera leo) mit bis zu 18 cm langen Zähnen. Die Smilodone starben vor ca. 10000 Jahren aus. Proboscidane(= Elefantenartige) des Pleistozän Mastodone,
Mammuts, moderne
Elefanten und Seekühe gehören
zur Ordnung der Proboscidae. Einige Formen wie der europäische und nordamerikanische Steppenmammut (Mammuthus trogontherii), der vor 500 000 bis 100 000 Jahren lebte, wurden sehr groß. Sie hatten eine Schulterhöhe von 4,5 m und waren 5 m lang. Die am besten bekannt Spezies ist der kleinere Wollmammut, der auf der sibirischen Wrangel Insel im Eismeer erst vor 4000 Jahren ausstarb.
Gefrorene mumifizierte Mammute hat man in
Sibirien und Alaska gefunden. Mastodone waren große, weit verbreitete elefantenähnliche Säugetiere, die heute ausgestorben sind. Sie entwickelten sich vor 35 Millionen Jahren in Afrika und verbreiteten sich dort, in Asien und Europa. Vor ca. 3,7 Millionen Jahren wanderten sie nach Nordamerika, wo das letzte am Ende der Eiszeit vor ca. 10 000 Jahren ausstarb. Sie waren bestens an die Kälte angepaßt, Pflanzenfresser ( Blätter, Moose) und besaßen bis zu 4,8 m lange Stoßzähne. Mastodone sind Verwandte der Mammuts, jedoch kleiner als diese.
Wollmammuts waren große, Grasfressende Elefanten die vor 10 000 Jahren, während der letzten Eiszeit lebten. Höhlenzeichnungen sind in Spanien und Frankreich gefunden worden. Sie sind die Ahnen der Indischen Elefanten.
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Holozän (10 000 Jahre - heute) Das Holozän ist die 4. zwischeneiszeitliche Periode und dauert bis heute an. In ihr fand eine globale Ausbreitung des modernen Menschen statt, mit einer Populationsdichte unter 1 Milliarde Individuen, bis seit 1825 Jahren deren Zahl durch Erkenntnisse der Naturwissenschaften bis heute exponentiell auf 6 Milliarden Individuen anstieg. Verschiedene Kulturen entstanden, die weltweite Flora und Fauna wurde nachhaltig durch die menschliche Zivilisation beeinflußt. Alles Weitere kann in den Geschichtsbüchern nachgelesen werden.
Die Evolution steht nicht still. Trotz der Richtungsänderung durch die Spezies homo sapiens findet laufend Selektion, Mutation und Rekombination also Evolution statt. Versucht man die paläoglobalen Temperaturdaten zu interpretieren, steuern wir gemäß den Eisbohrkern-Untersuchungen (siehe oben) vermutlich in eine neue Eiszeit, längerfristig (Millionen Jahre) jedoch wieder auf eine wärmere Klimaphase zu.
Es ist normal, daß sich die heutigen Tiere bis in 50 Millionen Jahren deutlich verändert haben. Viele sind dann ausgestorben. Der Mensch hat in den letzten 5000 Jahren diese Entwicklung verstärkt. Auch die Verbreitung der Mikroorganismen und Pflanzen wird sich durch die menschliche Zivilisation ändern.
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Weiterführende Quellen:
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