|
Ein Shockwave-Animation der Replikation ist hier zu sehen:
http://www.ncc.gmu.edu/users/ypetty/repanim.htm
Zentrifugation
Eine Zentrifuge ist ein Gerät, um Teilchen
aus einer Lösung gemäß ihrer Größe, Form
und Dichte und der Viskosität des Mediums und Rotorgeschwindigkeit
zu trennen. In der Biologie sind das Zellen, Organellen, Viren und
große Moleküle wie Nukleinsäuren und Proteine. Die
Grundlagen der Sedimentation gehorchen dem Stokeschen
Gesetz. Es gibt verschiedene Formen der Zentrifugation.
Bei der Dichtegradienten-Zentrifugation
wird das Partikelgemisch in Banden aufgetrennt. Die Sedimentationsgeschwindigkeit
unter definierten Bedingungen wird als Sedimentationskoeffizient
nach Svedberg angegeben (s). Dabei gilt:
d
= Moleküldichte
do
= Dichte des Gradienten;
r
= Molekülradius
S
= Sedimentationskoeffizient oder 10-13 sec; C = Zentripetalkraft
V
= Sedimentationsgeschwindigkeit; n = Viskosität des Mediums
Bei Proteinen ist s < 20, Ribosomen der Eukaryonten
besitzen s = 80 (oder 80s), s Influenza-Virus = 600 und s Mitochondrien
> 8000.
| 1.3 |
Transkription,
Translation |
|
1.3.1
|
Realisierung der genetischen Information
|
Neben der Nukleinsäure DNA
als Träger der Erbinformation ist noch RNA
(= Ribonukleinsäure) an den molekularen Prozessen um
die Erbinformation beteiligt. Sie kommt in der Zelle in 3 Formen
vor:
- m-RNA
= Messenger-RNA oder Boten-RNA
- t-RNA
= transfer-RNA
- r-RNA
= ribosomale RNA.
Alle drei RNA-Sorten sind an der Realisierung
der genetischen Information beteiligt, also an der Umsetzung der
Gene in Stoffwechsel. Den Gedanke, daß die Erbinformation
etwas mit dem Stoffwechsel zu tun hat, äußerte Archibald
Garrod 1902 zum ersten mal. George
Beadle und Edward Tatum
bewiesen um 1940 diesen Zusammenhang und stellten die "Ein-GEN
ein ENZYM-Hypothese" auf. Sie benutzten Röntgenstrahlen,
um beim Pilz Neurospora Mutationen hervorzurufen. Diese betrafen
einzelne Gene und einzelne Enzyme in einem speziellen Stoffwechselweg.
Für ihre Forschungsergebnisse erhielten sie 1958 den Nobelpreis.
Genaueres über das Experiment und die Nobelpreisträger
ist in den Quellen zu erfahren.
Heute hat man diese Hypothese in "Ein-Gen-ein-Polypetid"
umbenannt, denn viele Proteine wie z.B. Hämoglobin bestehen
aus mehreren Polypeptidketten. Das heißt:
Ein Gen trägt die Information
für ein Polypetid.
Die DNA im Zellkern arbeitet also mit den Ribosomen
im Zytoplasma zusammen, denn dort werden die Proteine hergestellt.
Wie kommt nun die Information der DNA aus der Zelle und wird in
Proteine umgesetzt? Den grundsätzlichen Zusammenhang stellt
die nächste Abbildung her.
Schon F. Crick hat 1953 den Informationsfluß aus der DNA
über RNA zu den Ribosomen als zentrales
Dogma der Molekularbiologie aufgestellt. Ribonukleinsäure
(RNA), die sowohl im Zellkern wie auch im Cytoplasma vorkommt, übernimmt
die Überträgerrolle der genetischen Information zu den
Proteinen. Man unterscheidet 2 Vorgänge:
- die Transkription: das
Abschreiben von Genen in eine mRNA-Genkopie
- die Translation: die
Proteinsynthese aufgrund der Information der mRNA-Genkopie
Die Ribosomen, die zu 2/3 aus RNA, genauer rRNA
bestehen sind der Ort der Proteinbiosynthese.
Um Eiweiße herstellen zu können, braucht die Zelle
Aminosäuren. Sie erhält sie aus der Nahrung. t-RNA-Moleküle
übernehmen den Transport im Zytoplasma zu den Ribosomen.
|