Diese Synthese läuft in mehreren Einzelschritten
im Stroma der Thylakoiden ab. Man nennt sie C3- oder Calvin-Zyklus
oder reduktiver Pentosephosphatweg. Die Reaktionen wurden von Melvin Calvin
siehe Abb. 45 (1911-1997) in den 30er Jahren
erstmals aufgeklärt. Die notwendigen Enzyme sind alle im Stroma vorhanden.
Wir erinnern uns, daß bei Belichtung der Blätter
Stärke nachweisbar ist. Diese ist jedoch ein Sekundärprodukt
der Photosynthese. Zunächst wird ein anderes Kohlenhydrat hergestellt,
das dann in Stärke umgewandelt wird.
Informieren wir uns zunächst genauer über
den chemischen Aufbau von Kohlenhydraten, um die Dunkelreaktion besser
zu verstehen.
1.4.2.1 Kohlenhydrate als Photosyntheseprodukte
Kohlenhydrate kommen in den Zellen aller Lebewesen
vor, und gehören zu den am häufigsten hergestellten organischen
Stoffen auf diesem Planeten. Man kann sie in 3 Gruppen einteilen:
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Kohlenhydrat
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Beispiele
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Monosaccharide (Einfachzucker)
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Glucose (Traubenzucker),
Fructose (Fruchtzucker),
Ribose
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Oligosaccharide (Mehrfachzucker)
= Ketten mehrerer Monosaccharide
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Maltose (Malzzucker),
Saccharose (Rohrzucker),
Lactose (Milchzucker)
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Polysaccharide (Vielfachzucker)
= Ketten vieler Monosaccharide
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Stärke, Cellulose
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Polysaccharide bestehen wie Proteine aus Makromolekülen.
Kohlenhydrate sind aus den 3 Elementen C, O und H
aufgebaut und können als mit Hydroxilgruppen (OH-) substituierte
Aldehyde oder Ketone aufgefaßt werden. Die typische Endung des
chemischen Namens ist -ose, z. B. Glucose oder Pentose.
Sie kommen ketten- oder ringförmig ( häufiger)
vor. Die einfachsten Kohlenhydrate (Monosaccharide) besitzen 3 C-Atome.
Grundsätzlich haben alle Kohlenhydrate an allen C-Atomen ein Hydroxilgruppe
außer an einer, an der eine Carbonylgruppe (C=O) vorliegt.
Monosaccharide mit 3 C-Atomen heißen Triosen,
mit vier Tetrosen, mit fünf Pentosen und mit sechs Hexosen.
Die Monosacharide unterscheiden sich jedoch nicht
nur durch unterschiedliche Kettenlänge sondern auch durch die räumliche
Struktur. Ein Präfix
vor dem Namen drückt dies aus z. B. D-Glucose.
Das Präfix a
bezieht sich auf die Stellung der
OH-Gruppe in der Ringform (Haworth) am 1. C-Atom nach unten.
Das Präfix D bezieht
sich auf die vorletzte OH-Gruppe (Kettenform) von oben ( bei Hexosen
5. C-Atom) und bedeutet rechtsstehend.
Beispiele für wichtige Monosaccharide:
Glucose, Fructose, Ribose, Ribulose, Glycerinaldehyd,
Dihydroxyaceton
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D-Glucose
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a-D-Glucose
(C6H12O6)
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Kettenform
(Fischer-Projektion)
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Ringform
(Haworth-Projektion)
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D-Fructose
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b-D-Fructose
(C6H12O6)
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Kettenform
(Fischer-Projektion)
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Ringform
(Haworth-Projektion)
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D-Ribose
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a-D-Ribose
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Kettenform
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Ringform
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D-Ribulose
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b-D-Ribulose
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Kettenform
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Ringform
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2-Hydroxy-Propanal
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1,3-Dihydroxy-Propanon
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D-Glycerinaldehyd
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Dihydroxyaceton
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Wichtige Oligosaccharide (Disaccharide):
Wie man sieht, sind die wichtigsten Oligo- und Polysaccharide
Polymere der Glucose.
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Maltose
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Malzzucker
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Saccharose
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Rohr-und Rübenzucker
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Wichtige Polysaccaride:
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Stärke
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Cellulose
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Ketten von b-D-Glucose,
1-4-glycosidisch verbunden
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