Das Molekül besteht aus 2 Nukleotiden darunter
AMP = Adenosin-Monophosphat, was auch in der DNA und RNA (Erbinformation)
vorkommt. Nicotinsäureamid ist ein Vitamin der B2-Gruppe. NAD
und NADP (oder NAD+ /NADP+ wegen der Ladung) sind Elektronen-
und Wasserstoff- übertragende Koenzyme der Dehydrogenasen
(Enzyme die Redoxreaktionen katalysieren;
siehe Biokurs Klasse 11, Enzymatik).
Die Katalase ist z. B. ein solches Enzym. Sie sind sehr häufig
im Stoffwechsel.
ADP + P > ATP DG°´=
+30,6 KJ/Mol
Betrachtet man den photosynthetischen Elektronentransport
aus chemischer Sicht, so ergibt sich, daß Wasser oxidiert
und NADP reduziert wird. Aus der Chemie wissen wir ebenfalls,
daß die Fähigkeit, andere Stoffe zu reduzieren sehr
unterschiedlich sein kann. Die Spannungs- oder Redoxreihe listet
Stoffe bezüglich dieser Fähigkeit auf. Diese Fähigkeit
nennt man Redoxpotential. Es gibt von jedem Stoff eine
reduzierte und oxidierte Form, z. B. von
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Redoxsystem
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oxidierte Form
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reduzierte Form
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Wasser
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2 H+ + 1/2 O2
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H2O
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Plastocyanin (2Cu)
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2 Cu 2+
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2 Cu+
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Cytochrom b6 (Fe)
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Fe3+
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Fe3+
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Ferredoxin (2Fe)
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2 Fe3+
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2 Fe2+
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NADP
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NADP
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NADPH + H+
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Die Redoxsysteme der Lichtreaktion
enthalten meist Metallionen, die über den Ladungswechsel
Elektronen aufnehmen und abgeben können.
Je negativer ein Redoxpotential,
desto reduktionsfähiger ist er (desto leichter gibt er Elektronen
ab).
Zwischen 2 Orten (Pole) mit unterschiedlichem
Redoxpotential herrscht eine Spannung, verbindet man diese Orte,
fließt elektrischer Strom.
Um die Redoxfähigkeiten der
Stoffe vergleichen zu können, mißt man ihre Redoxfähigkeit
gegenüber dem Normal-Potential einer Standard-Wasserstoffhalbzelle
(1/2 H2/H+) (siehe Chemie). Diese besitzt
als Referenzpunkt ein bestimmtes Standard- Potential (Normalspannung),
das definitionsgemäß = 0 gesetzt wird.
Wirkt ein Redoxsystem als Donor
für die Wasserstoffhalbzelle erhält sein Redoxpotential
ein --Zeichen. Nimmt es vom Referenzsystem
Elektronen auf (Akzeptor) erhält das gemessene Redoxpotential
ein +-Zeichen. Es wird in E°´
(Standard = 25° C, 1 bar, pH 7) angegeben und in Volt gemessen.
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Die Elektronen fließen
also vom
Redoxsystem
H2O/O2+2H+ +2 e-
(E°´= + 0,81V) zum
Redoxsystem
NADP/NADPH+H+
(E°´ = - 0,32 V). ( DE°´=
1,13 V)
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Energieumsatz:
Der Redoxpotentialunterschied kann auch als Energiedifferenz
gesehen werden, da ja die Lichtenergie absorbiert wurde. Den Zusammenhang
zwischen der Energie ( DG°´
= freie Enthalpie unter Standardbedingungen und pH 7) und dem
Redoxpotential ( E°´ ) stellt folgende Gleichung her:
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DG°´
= -2,303 RT log10 K
oder
DG°´
= -nF DE°´
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R
= Gaskonstante; T
= absolute Temperatur;
K = Gleichgewichtskonstante
n
= Anzahl der transferierten Elektronen; F= Kalorische Äquivalent
der Faradaykonstanten = 96,86 KJ;
bei 1M Konzentrationen, 25° C und pH 7 ergibt sich:
DG°´
= -2 x 96,86 (1,13) = - 218,9 KJ
d.h eine sehr große Änderung der freien Energie.
Der Energieumsatz bei
ADP + Pi -----> ATP + H2O
beträgt DG°´
= +30,6 KJ/M
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Man sieht, daß beim photosynthetischen
Elektronentransport genügend Energie transferiert wird, um
ATP zu bilden.
Beim linearen Elektronentransport besteht mindestens
folgendes Verhältnis:
Photonen : Elektronen : NADPH
: ATP = 4 : 2 : 1 : 1 (ATP
könnte höher sein)
Daraus läßt sich eine Energiebilanz
erstellen:
Wie wir gesehen haben wird bei der Photosynthese
eigentlich nur die Energie des Rotlichts verwendet.
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Energieangebot
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Energieverbrauch
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4 Einstein Rotlicht (zu 172 KJ) =
688 KJ
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Transport von 2 Mol Elektronen =
218,9 KJ
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-
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Gewinn von 1 Mol ATP = 30,6 KJ
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Summe = 688 KJ
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Summe = 249,5 KJ
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Wirkungsgrad m
= 249,5 * 100/688 = 36,3 %.
Diese Berechnung gilt nur für die Standardbedingungen
( z. B. 25°C). In vivo sollte der Wirkungsgrad höher
sein. Man muß feststellen, daß die photosynthetische
Energietransformation effizienter abläuft als z. B.: beim
Ottomotor (ca. 25%) und bei den derzeitigen Solarzellen ( ca.
16%).
Soweit wir die Photosynthese besprochen haben
erkennt man, daß dabei Lichtenergie in chemische Energie
umgewandelt wird.
Den genauen Ablauf der Energietransformation
erkennt man auf der Abbildung links.
Da wir ja schon wissen, daß bei der Photosynthese
Kohlenhydrate produziert werden, liegt der Schluß nahe,
daß die in ATP und NADPH+H+
gespeicherte Energie dazu benutzt wird, um Kohlenhydrate herzustellen.
Licht wird dazu offensichtlich nicht gebraucht,
weshalb man die zur Synthese der KH (Kohlenhydrate) notwendigen
Vorgänge auch Dunkelreaktion
nennt.