Glossar Bindungen ©EGB 10/2001
| Aminogruppe | Aminogruppe -NH2; Amine |
| antibindendes MO | Bildet man die Differenz der beiden Atomorbitale entsteht ein antibindendes MO, das energetisch höher liegt, als die Summe der beiden Atomorbitale. |
| Antioxidantien | Stoffe, die Radikale vernichten, bzw. ihnen ein Elektron zur Absätigung überlassen |
| bindendes MO | bindendes Moelkülorbital: Bildet man die Summe der Orbitale (Schrödinger-Gleichung) entsteht ein bindendes MO, das energetisch niedriger liegt als die Summe der isolierten Atomorbitale. |
| Carboxylgruppe | COOH-Gruppe (organ. Säuren) |
| Delokalisierung | Elektronen haben über mehrere Atome Platz haben, sich zu bewegen |
| Dipol | Moleküle, die Ladungsschwerpunkte besitzen, entsteht bei Molekülen mit Bindung zwischen unterschiedlich elektronegativen Atomen (polare Atombindung) |
| Dipolmoment | Das Dipolmoment (m) mißt in einem neutralen Molekül die Stärke der Ladungstrennung als Vektoraddition und ist definiert als das Produkt aus der Ladung und dem Abstand von positiver und negativer Ladung und hat die Einheit Debye (D). |
| Elektronegativität | Darunter versteht man die Fähigkeit eines Atoms in einer Elektronenpaarbindung Elektronen anzuziehen. |
| Elektronenpaarbindung | Bindung zwischen Nichtmetallatomen. Zwischen den Atomkernen befinden sich bindende Elektronenpaare. Jedes Elektron dieser Paare wird von beiden Kernen angezogen.( = kovalente Bindung = Atombindung) |
| Elektronenspin- Resonanz-Spektroskopie (ESR) | spektroskopischen Technik der Elektronenspin- Resonanz-Spektroskopie (ESR) kann man freie Radikale messen. Dabei werden Energieunterschiede des Spins festgestellt, die dabei auftreten, wenn ein ungepaartes Elektron in Wechselwirkung mit einem magnetischen Feld tritt. |
| Energieniveauschema | Schema zur Darstellung von bindenden und antibindenden MOs |
| Entropie | Grad der Unordnung |
| Fenton-Reaktion | In Gegenwart von Eisenionen (Fe2+) bildet sich aus H2O2 das gefährliche Hydroxil-Radikal (OH·) |
| funktionelle Gruppen | meist polare Atomguppen, die den Molekülen eine bestimmte Eigenschaft oder Reaktionsfähigkeit verleihen. Nach ihnen erfolgt die Einteilung der organischen Stoffe |
| Grenzstrukturen | Extremzustände bei einem delokalisierten Elektronensystem, z.B. HNO3 |
| Halit | Kochsalz kommt weltweit als rosafarbenes Mineral Halit vor. Die rosa Farbe kommt von dem Bakterium Halobakterium, das in dem Salz lebt. |
| Hybridisierung | Vermischung von Orbitalen; Addition von meist s und p-Orbitalen zu Hybridorbitalen mit neuer Geometrie |
| Hydrathülle | Hülle von Wassermolekülen um ein gelöstes Teilchen |
| induzierter Dipol | kurzzeitiger Dipol; tritt auf durch Bewegung der Elektronen im Atom |
| Ionenbindung | Bindung zwischen den Ionen in einem Ionengitter; Verbindung von Metallen mit Nichtmetallen |
| Kapillareffekt | Hochsaugen von polaren Flüssigkeiten in engen Röhren |
| koordinative Bindung | Die Koordinative Bindung wird auch als spezielle kovalente Bindung bezeichnet. Sie entsteht durch Besetzung ungefüllter Zentralatom- Orbitale mit Elektronenpaaren der Liganden. Die räumliche Anordnung wird durch den Hybridisierungstyp des Zentralatoms bestimmt. |
| Koordinationszahl | Die Anzahl der gebundenen Liganden bei der Komplexbindung wird durch die Koordinationszahl wiedergegeben. |
| Kollagen | Bindegewebsprotein in der Unterhaut; ist für Festigkeit der Haut verantwortlich |
| kubisches Kristallsystem | z. B. in NaCl. Dabei sind die kleineren Natrium-Kationen zwischen die größeren Chloridanionen gelagert (Würfelförmig) |
| Ladungsschwerpunkt | Partialladung; entsteht an einem Molekül durch unterschiedliche Ladungsverteilung |
| Lewis-Formel | Elektronenschreibweise bei der man man die Anzahl der Außenelektronen eines Atoms oder Ions in Form von Punkten um das Elementsymbol angibt. |
| Meniskus | Gewölbter, zum Rand des Gefäßes nach ober gerichteter Flüssigkeitsspiegel |
| Mesomerie=(Resonanz) | Elektronenkonfiguration mit delokalisierten Elektronen |
| Metallbindung | Bindung von Metallatomen untereinander |
| Micelle | blasenartige Zusammenlagerung hydrophober Moleküle (Emulgatoren) in Wasser |
| Mohs´sche Härteskala | dabei ritzt jedes aufgeführte Material das vor ihm stehende und wird vom nachstehenden geritzt; relative Härteskala |
| MO-Theorie | Molekül-Orbital-Theorie. Bei der Bindung zwischen zei Nichtmetallatomen überlappen sich die Atomorbitale zum Molekülorbital (=MO) |
| Oberflächenspannung | Wassermoleküle ziehen sich wegen ihrer Polarität stark an. Moleküle tief innerhalb eines Wassertropfens werden symmetrisch von jedem Nachbarmolekül angezogen. Moleküle an der Tröpfchenoberfläche haben auf einer Seite keine Nachbarn, sodaß die Nettokraft der Anziehung ins Zentrum gerichtet ist. Dadurch wölbt sich die Oberfläche, man spricht von Oberflächenspannung. |
| Oktett-Regel | Atome geben so viele Elektronen ab bzw. nehmen auf bis sie eine Außenschale (nach Bohr) mit 8 Elektronen haben (Ausnahme Wasserstoff: 2 Elektronen) |
| Oxidation | Reaktion unter Abgabe von Elektronen |
| Pi-Bindung | Atombindung (Überlappung der Orbitale seitlich der Kern-Kern-Verbindungsachse) |
| Radikal | Als Radikale (= freie Radikale) bezeichnet man Atome, Moleküle oder Ionen mit einem ungepaarten Elektron in einem Orbital. |
| Reduktion | Reaktion unter Aufnahme von Elektronen |
| Retinol | Vitamin A, Antioxidanz |
| Röntgenstrukturanalyse | Untersuchungsmethode, bei der Kristalle von Stoffen geröntgt werden um die genaue räuümliche Struktur zu bestimmen |
| Sigma-Bindung | Atombindung(MO-Bildung) um die Kern-Kernverbindungsachse |
| Singulattzustand | Moleküle deren Elektronenspin
der Außenelektronen antiparallel ist ( |
| Superoxid-Radikal | Normalerweise verbinden sich 2 Sauerstoffatome zu einem Sauerstoffmolekül mit einer Doppelbindung. Manchmal nimmt nun ein solches Sauerstoffmolekül ein Elektron auf und wird zum Superoxid-Radikal |
| Triplettzustand | Moleküle, deren Elektronenspin
der Außenelektronen parallel sind ( |
| van der Waals-Kräfte | treten als Folge induzierter Dipole zwischen unpolaren Molekülen auf, Dre Bindungsabstand heißt van der Waals-Radius |
| VSEPR | VSEPR-Theorie = Valence Shell Electron Pair Repulsion = Elektronenpaarabstoßungsmodell; jedes Molekül ist durch eine bestimmteMolekülgeometrie charakterisiert, die auf der maximalen Abstoßung der Elektronen beruht |
| Wasserstoffbrückenbindungen | "unechte" Bindungen zwischen polaren Atomgruppen mit H-Atom |
| zwischenmolekulare Kraft | Wasserstoffbrücken zwischen polaten Molekülen oder van der Waalskräfte zwischen unpolaren Molekülen |